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Fraunhofer Venture

»Pakt für Forschung und Innovation« - Technologietransfer und Gründerkultur

Der  »Pakt für Forschung und Innovation« soll den außeruniversitären, öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen mehr Planungssicherheit geben. Dazu stellen Bund und Länder etwa 150 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr zur Verfügung. Ziel ist es, die vorhandenen Potentiale der deutschen Forschung besser zu nutzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Im Gegenzug dazu verpflichten sich die Forschungseinrichtungen darauf, Qualität, Effizienz und Leistungsfähigkeit ihrer jeweiligen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zu steigern, indem neue Forschungsbereiche erschlossen, die Nachwuchsförderung weiterentwickelt und Kooperationen mit der Wirtschaft ausgebaut werden. Wir haben mit Thomas Doppelberger, dem Leiter von Fraunhofer Venture, über den Ausbau des Technologietransfers und der Etablierung einer Fraunhofer-Gründerkultur gesprochen.

 

Herr Doppelberger, welche konkreten Ziele setzt der »Pakt für Forschung und Innovation« im Bereich Technologietransfer?
Eine nachhaltige Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu etablieren, ist eine der Zielsetzungen des Pakts. Hier setzt die Fraunhofer-Gesellschaft mit einer neuen Ausgründungs- und Beteiligungsstrategie den entsprechenden Rahmen. Neben der Auftragsforschung und dem Intellectual-Property-Management soll insbesondere der Technologietransfer über Ausgründungen ausgebaut werden.

Fraunhofer Venture hat in der Erklärung zur Fortschreibung des Pakts ein Maßnahmenpaket zur Erreichung dieser Ziele geschnürt. Wie sehen die neuen Incentive-Modelle, Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten aus?
Ein durchgängiges Incentivemodell soll einerseits bestehende Elemente der Incentivierung von Mitarbeitern aufgreifen, andererseits aber diesen Transferweg auch für Institute selbst finanziell interessanter machen. Die bestehenden Fördermaßnahmen FFI, FFE und FFM werden weitergeführt und zielgerichtet angepasst. Darüber hinaus bietet uns die BMBF-Leitlinie den entsprechenden Rahmen, um auch in der schwierigen Seedphase den High-Tech Start-Up Unternehmen nach intensiver Prüfung des Potenzials entsprechende Finanzierungsmittel  bereitstellen zu können und auch in Folgefinanzierungsrunden gegebenenfalls als Co-Investor zu agieren.

Auch das Portfolio an Beteiligungsformen will Fraunhofer Venture anpassen und erweitern. Wie sehen die einzelnen Formen aus?
Natürlich bleibt das klassische Spin-Off weiter erhalten, das heißt, wissenschaftliche Mitarbeiter machen sich auf der Basis von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen ihrer Forschertätigkeit selbstständig. Darüber hinaus treten auch vermehrt andere Geschäftsmodelle in den Vordergrund, wie zum Beispiel die Gründung von Joint Ventures. Dabei gründet Fraunhofer zusammen mit einem Industriepartner ein gemeinschaftliches Unternehmen. Diese Beteiligung kann vor allem bei hohen Marktbarrieren nützlich sein und ermöglicht die gegenseitige Ergänzung von technischem und unternehmerischem Know-how. Sehr positive Erfahrungen gibt es auch bei Gründungen, die von externen Partnern initiiert werden und für die Fraunhofer den technologischen Beitrag leistet. Gerade dieser Weg scheint sehr vielversprechend und soll ausgebaut werden.

Künftig sollen auch Verwertungs-Spin-offs und Kompetenz-Spin-offs stärker unterschieden werden. Wie lassen sich diese beiden Arten von Spin-Offs beschreiben?
Das Verwertungs-Spin-off ist der klassische Weg einer Ausgründung. Hier steht neben dem Wechsel von wissenschaftlichen Mitarbeitern in das Spin-Off vor allem der Technologietransfer im Vordergrund. Die Geschäftsidee beruht auf Entwicklungen bzw. Intellectual Property (IP) der Fraunhofer-Gesellschaft. Kompetenz-Spin-Offs hingegen zeichnen sich besonders durch die Fähigkeiten und Kenntnisse aus, die sich der Gründer in der Wissenschaft angeeignet hat und die nicht geistiges Eigentum der Fraunhofer-Gesellschaft sind. Die Gründung solcher Kompetenz-Spin-offs entzieht sich oft der Kenntnis der Fraunhofer-Gesellschaft und sollen in Zukunft stärker erfasst werden.

Welche weiteren Maßnahmen zur Stärkung der Gründerkultur innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft gehen aus dem Pakt hervor und welche Maßnahmen setzt Fraunhofer Venture darüber hinaus um?
Die Schaffung einer Gründerkultur an unseren Instituten ist als Maßnahme in der Fortschreibung des Pakts explizit genannt. Im Zentrum steht hier die Verstetigung der Erkenntnisse und Maßnahmen aus dem derzeit laufenden Projekt "Fraunhofer fördert Intrapreneurship", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Die Erfahrungen aus den vergangenen eineinhalb Jahren Projektlaufzeit haben bereits wichtige und interessante Erkenntnisse geliefert, wie mit neuen Methoden, wie zum Beispiel Workshop-Formate, Ideen für Ausgründungen identifiziert, weiterentwickelt und schließlich umgesetzt werden können. Die Resonanz der bisher involvierten Institute ist hervorragend!


Vielen Dank für das Interview!

ambiotex GmbH - Gesundheitscheck per T-Shirt

Der Markt der sogenannten Wearables wächst stetig und rasant. Bekannt sind die kleinen tragbaren Computer schon als Fitness-Armbänder oder Smartwatches. Mithilfe von  Sensoren zählen sie zum Beispiel die zurückgelegten Schritte und erfassen Vitalparameter oder den Kalorienverbrauch.

Auswertung der Vitalparameter auf dem Smartphone

 

Die ambiotex GmbH ist ein Pionier auf dem Gebiet der Wearable Technologies. Seit März 2015 ist die Fraunhofer-Gesellschaft an dem deutschen Start-up beteiligt, das ein weltweit einzigartiges, intelligentes T-Shirt entwickelt hat. Mit dem ambiotex-Shirt können die Möglichkeiten und Grenzen des eigenen Körpers erkannt und analysiert werden. Die vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mitentwickelte Software misst Körperdaten wie Herzfrequenz, Bewegung und Atmung und ermöglicht dem Träger deren exakte Auswertung auf dem Smartphone. Die Vitaldaten werden von Sensoren erfasst und über Bluetooth an die eigens entwickelte App auf dem Smartphone gesendet. Dort werden die Messergebnisse für den Nutzer visualisiert und ausgewertet. Was das Produkt auch für Leistungssportler interessant macht: Das ambiotex-Shirt ermöglicht erstmals die Bestimmung der individuellen anaerobe Schwelle (IAS), ohne einen Laktattest beim Arzt durchführen zu müssen. Darüber hinaus zeichnet sich das Shirt durch seine hohe Messgenauigkeit aus und macht damit eine annähernd medizinisch genaue Messung für jedermann zugänglich. Im Frühjahr 2015 wird das T-Shirt im ambiotex-Onlineshop sowie in ausgewählten Fachgeschäften erhältlich sein.

 

Weit mehr als ein Fitness-Gadget

 

Damit ist das neue Shirt nicht nur für Sportler geeignet. Durch den integrierten Stresstest können Informationen über die gegenwärtige Aktivität des Nervensystems ermittelt und der eigene Stresslevel überwacht werden. Und auch die Branchen Gesundheitsförderung, Prävention, Mitarbeiter-Wellness-Programme oder sogar nationale Sicherheitsorganisationen können von dieser innovativen Technologie profitieren. In Zukunft soll das T-Shirt auch zum Medizinprodukt weiterentwickelt werden, damit es für die Überwachung von (Herz-Kreislauf-)Patienten geeignet ist. Damit Produkte für den Medizintechnikmarkt angeboten werden können, müssen jedoch noch viele klinische und technische Tests absolviert und zahlreiche Vorschriften eingehalten werden. Der Beginn des Projekts für die Zulassung eines zertifizierten Medizinprodukts ist noch für das Jahr 2015 geplant.

Jetzt Anmelden - Camp@Venture 2015 vom 02. bis 04. Juli in München

Das diesjährige Camp@Venture bündelt erstmalig mit dem Idea Game verschiedene Fraunhofer-Technologien an einem Ort. Dabei sind unternehmerische Fraunhofer-MitarbeiterInnen vom 02. bis 04. Juli nach München eingeladen, für ihre technologischen Kompetenzen, realistische Verwertungsideen zu entwickeln und Marktmöglichkeiten zu betrachten.

Fraunhofer-MitarbeiterInnen können sich im Vorfeld entweder auf ein Suchfeld eines Industriepartners bewerben, um mit technologischen Fraunhofer-Kompetenzen, neue Lösungen und somit neue Geschäftspotenziale für den vorhandenen Bedarf entwickeln. Oder alternativ gibt es auch die Möglichkeit - ohne Industriepartner - für die eigenen technologischen Kompetenzen neue Geschäftsmöglichkeiten zu finden.

Abgerundet wird der Workshop mit dem Besuch der lokalen Tech-Startup-Szene und Networking in lockerer Atmosphäre. Eindrücke vom letzten Jahr und die Möglichkeit sich für die Veranstaltung anzumelden, gibt es unter events.fraunhoferventure.de

Save-the-Date - Start-up Days 2015 am 28. und 29. September in Dresden

Am 28. und 29. September 2015 finden zum dritten Mal die gemeinsam von der Fraunhofer- Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft veranstalteten Start-up Days in Dresden statt.

Die Start-up Days bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Instituten der vier großen Forschungsorganisationen ein umfangreiches Informationsangebot zu allen rele- vanten Themen der Unternehmensgründung.

In Vorträgen und Praxisworkshops erfahren Gründungsinteressierte von Experten Wissenswer- tes rund um den eigenen Unternehmensaufbau. Gleichzeitig bieten die Start–up Days eine hervorragende Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Gründungsinteressierten aus der außeruniversitären Forschung.

Neubau in Garching: Einzigartige Infrastruktur für Gründer

TUM und UnternehmerTUM eröffnen Entrepreneurship Center

 

Die Metropolregion München erhält ein europaweit einzigartiges Entrepreneurship Center, das technologieorientierten Unternehmensgründern ein lückenloses Angebot bietet – von der ersten Idee bis zur Wachstumsphase. In dem neueröffneten Neubau auf dem Campus Garching bündeln die Technische Universität München und ihr An-Institut UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung, erstmalig ihre Angebote für Gründer unter einem Dach – auf insgesamt 6.100 Quadratmetern. Hier finden Studierende, Wissenschaftler, Gründer und Start-ups ein umfassendes Qualifizierungsangebot, Unterstützung beim Aufbau des Unternehmens sowie bei der Finanzierung. Die Hightech-Werkstatt MakerSpace bietet auf 1.500 Quadratmetern Platz für den Prototypenbau und die Kleinserienfertigung. Die Professuren des TUM Entrepreneurship Research Institute komplettieren die Allianz zwischen Praxis, Forschung und Lehre.

9. Private Equity-Konferenz NRW am 11. Mai in Düsseldorf

9. Private Equity-Konferenz NRW präsentiert Finanzierungslösungen mit Venture Capital  im Life Sciences-Bereich

 

Die Lebenswissenschaften weisen ein hohes Innovationspotential auf und sind ein wichtiger Leitmarkt für Nordrhein-Westfalen. Hier werden Lösungsansätze für globale Herausforderungen wie die Bekämpfung von Epidemien, die Sicherung der weltweiten Ernährung oder der Schutz der Artenvielfalt entwickelt. Doch trotz seiner Eigenschaft als Innovations- und Wachstumsmotor leidet Life Sciences als Zukunftsbranche an einem Mangel an Risikokapital, der das Potential der Branche beschränkt.

Dieses Thema greift die diesjährige Private Equity-Konferenz am 11.5.2015 auf, zu der die NRW.BANK gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) und dem Private Equity Forum NRW e.V. nach Düsseldorf einlädt. Unter dem Titel „Life Sciences – Wachstumsmotor in NRW“ werden hier Finanzierungsmöglichkeiten von Innovationen in diesem Markt vorgestellt. Schirmherr der Veranstaltung ist NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Ziel der Konferenz  ist, Investoren und Kapitalsuchende zusammenzubringen und den Standort Nordrhein-Westfalen als Life Sciences-Standort bekannt zu machen. Ergänzend präsentieren junge und innovative Unternehmen ihre Geschäftsvorhaben auf einem Marktplatz für Beteiligungskapital.

5. Münchener Startup Demo Night und die Prämierung zur Phase 2 des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2015 am 21. Mai in München

Auf den Startup Demo Nights zeigt Bayerns Startup-Szene, was sie zu bieten hat! 50 Startups stellen sich mit eigenen Ausstellerständen vor und präsentieren ihre Produkte und Lösungen "Zum Anfassen + Ausprobieren". Am 21. Mai findet in der TonHalle München in der Kultfabrik die nächste Münchener Startup Demo Night statt, Veranstaltungspartner ist das WERK1 München. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, die Geräte und Maschinen zu bestaunen, Anwendungen und Software selbst zu testen, und mit den Gründern ins Gespräch zu kommen!

Außerdem werden die 5 Sieger der Phase 2 des Münchener Businessplan Wettbewerbs für ganz Südbayern prämiert! Der Eintritt ist frei, aber die Anmeldung ist erforderlich!

Intrapreneurship-Promotoren-Treffen am 14. Juni in München

Am 14.06.2015 veranstaltet das vom BMBF geförderte Projekt "FFI - Fraunhofer fördert Intrapreneurship" in Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft in München das erste Promotorentreffen. Die Promotoren an den Fraunhofer-Instituten dienen als Ansprechpartner für die MitarbeiterInnen vor Ort in Sachen Technologie-Kommerzialisierung. Ziel des Treffens ist die Vernetzung der Promotoren aus den verschiedenen Fraunhofer-Einrichtungen sowie der Austausch über aktuelle Herausforderungen hinsichtlich Innovation sowie Intra- und Entrepreneurship an den Instituten.

Der Gastprofessor Dr. Steven Gedeon von der Ryerson University Toronto, wird als Experte das Treffen begleiten. Als Ingenieur (MIT-Absolvent), Seriengründer, Investor und Professor für Entrepreneurship wird er die Veranstaltung bereichern. Bei Interesse an der Veranstaltung und aktuellen Herausforderungen zu den oben genannten Themen können Sie sich gerne an Frau Julia Bauer wenden.  

Family Day des High-Tech Gründerfonds am 23. und 24. Juni in Bonn

Bereits seit 2007 veranstaltet der High-Tech Gründerfonds jährlich den Family Day. Die Veranstaltung ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Events in der VC-Branche in Deutschland geworden. In 2014 nahmen wieder über 800 Teilnehmer teil. Neben den Portfoliounternehmen des HTGF war die gesamte VC-Industrie aus Deutschland und Europa, Business Angels, Coaches und Netzwerkpartner des Fonds vor Ort.

Ziel der Veranstaltung ist es Ideen- und Kapitalgeber miteinander in Kontakt zu bringen und auch innerhalb unseres Portfolios die Zusammenarbeit zu vertiefen.

3. Forum Gesundheitstreiber im Gesundheitswesen am 8. Juli in München

Das 3. Forum ‚Die Digitale Transformation‘ Innovationstreiber im Gesundheitswesen adressiert die Themen:

  • Die digitale Welt - wir sind schon mittendrin
  • Dramatische Umbrüche - jetzt auch im Gesundheitswesen
  • Digitalmündige Patienten haben hohe Erwartungen und neue Ansprüche
  • Worauf müssen sich Ärzte, Krankenhäuser, Pharmahersteller und Versicherer einstellen?
  • Die digitale Welt - neue Märkte, neue Kooperationen, riesige Opportunities

und öffnet die Branchensilos von Pharma-, Biotech-, Medtech-, IT- und Kommunikationsindustrie, bringt Technologie-Innovatoren zusammen mit den etablierten Gesundheitsanbietern und bereitet somit die Grundlagen für erfolgreiche Geschäftsmodelle im multidisziplinären digitalen Gesundheitssystem der Zukunft.

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