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Fraunhofer Venture
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Spin-off im Gespräch
Die ersten Monate nach der Ausgründung - Stephan Schreib von SCUS berichtet über den Beginn und die ersten Schritte in die Selbstständigkeit. Ein Rückblick nach 2 Jahren.
Das Servicecenter Umweltsimulation (SCUS) ist ein Spin-off des Fraunhofer-Anwendungszentrum für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik AVV in Dresden. Seit dem 1. August 2008 ist der fließende Übergang der Gründer in die SCUS GmbH vollständig abgeschlossen. Mit Unterstützung von Fraunhofer Venture konnte sich das junge Unternehmen schnell erfolgreich auf dem Markt etablieren.
Stephan Schreib, Geschäftsführer von SCUS, berichtet über die Anfangsphase des jungen Unternehmens.
Herr Schreib, seit 2008 sind Sie mit SCUS selbstständig. Was ist Ihr Resümee wenn Sie zurückblicken?
Ich würde sagen, dass wir ziemlich Glück gehabt haben und von größeren Schwierigkeiten verschont geblieben sind. Die Freizeit zu opfern, um anstehende Aufträge zu erfüllen, ist einfacher als keine Aufträge zu haben und nicht zu wissen, wo das Geld erwirtschaftet werden soll. In dem Sinne blicken wir sehr zufrieden zurück. Wir haben das Ziel erreicht, das wir vor Augen hatten und unser Geschäftsfeld erfolgreich weiterentwickelt.
Wie schwierig empfanden Sie die erste Phase? Haben Sie sich das einfacher vorgestellt oder lief alles wie geplant?
Dadurch dass wir eine gute Ausgangslage hatten, klärten sich viele Probleme einfach von selbst. Viele Kunden kannten wir schon von früher und konnten uns somit schnell auf dem Markt etablieren. Das gutlaufende Geschäftsfeld des Fraunhofer AVV haben wir übernommen. Außerdem hatten wir durch die Akkreditierung der SCUS GmbH einen guten Zugang zu anderen Technologiefirmen. Mit wirklichen Schwierigkeiten wurden wir Gott sei Dank nicht konfrontiert.
Wie gut waren Sie auf die Selbstständigkeit vorbereitet? Wie konnte Sie Fraunhofer Venture unterstützen?
Es war natürlich ideal, dass man durch Fraunhofer Venture und das Programm FFE (Fraunhofer fördert Existenzgründungen) die Gelegenheit hatte das Geschäftsfeld weiter aufzubauen und finanziell unterstützt und betreut wurde. Wir wurden nicht in das kalte Wasser geworfen, sondern hatten einen fließenden Übergang vom Fraunhofer-Mitarbeiter zum selbstständigen Unternehmer. Die Möglichkeit, sich erst einmal auszuprobieren und zu Recht zu finden, war sehr angenehm. Dabei hat Fraunhofer Venture uns von Anfang an geholfen und in wichtigen Fragen beraten. Bis heute haben wir einen sehr guten Kontakt zu Fraunhofer Venture.
Berichten Sie uns doch bitte kurz von der Zeit vor der Ausgründung. Wie war das Kerngeschäft von SCUS bei Fraunhofer integriert? Hat sich dieses weiterentwickelt oder ist Ihr Kerngeschäft gleich geblieben?
Das Geschäftsfeld ist 2006 am Fraunhofer AVV integriert worden und 2008 haben wir uns dann mit diesem Geschäftsfeld und der SCUS GmbH selbstständig gemacht. Den Bereich gibt es jetzt so nicht mehr am Fraunhofer AVV, sondern wurde vollständig von der SCUS GmbH übernommen. Zum Kerngeschäft kann ich sagen, dass sich dieses nicht verändert hat. Nach wie vor beschäftigen wir uns mit der Umweltsimulation - das ist unsere Kompetenz und da sind auch unsere Wurzeln.
Mit welchem Gefühl geht man in die Selbstständigkeit? Euphorie, Skepsis oder glauben Sie, dass das von der Person abhängt?
Wir als Ingenieure waren eher skeptisch und von Euphorie waren wir damals weit entfernt. Und ehrlich gesagt, sind wir das auch heute noch, denn es kann immer anders laufen als geplant.
Und was war die erste Schwierigkeit mit der Sie so nicht gerechnet haben?
Man sollte zu Beginn beachten, dass Brutto nicht gleich Netto ist und die Mehrwertsteuer bei Investitionen mit einkalkulieren. Auch unvorhergesehene Vorauszahlungen wie etwa Anschaffungskosten für Maschinen können Geldflüsse schon einmal zum Stocken bringen.
Warum lohnt es sich Ihrer Meinung nach, sich selbstständig zu machen?
Es ist in meinen Augen ein anderes Lebensgefühl, selbstständig zu sein. Ich bin dadurch zufriedener und genieße meine Freiheiten. Außerdem ist man flexibler und kann als kleine Firma wesentlich schneller reagieren, vor allem was Entscheidungen betrifft. Man ist einfach sein eigener Chef und ich würde es jederzeit wieder machen.
Zum Abschluss: Was raten Sie denjenigen, die sich selbstständig machen wollen?
Aus meiner Sicht würde ich es jedem empfehlen. Wichtig ist nur, dass man einen gewissen finanziellen Grundstock hat und somit abgesichert ist. Diese Sicherheiten braucht man, um beruhigt starten zu können. Durch den Rückhalt von Fraunhofer Venture konnten wir erst einmal Aufträge mit geringem Risiko abwickeln und so ein bestimmtes Geschäftsvolumen aufbauen. Wenn man solche Möglichkeiten hat, sollte man diese auf jeden Fall nutzen.
Herr Schreib, vielen Dank für das Interview.
Spin-off im Profil
MEMS Foundry Itzehoe GmbH
Die Entwicklung und Produktion von Mikro-Elektro-Mechanischen Bauelementen (MEMS-Bauelemente) spielen eine immer wichtigere Rolle. Die Bauteile werden zunehmend in modernen Elektrogeräten wie Mobiltelefone, Spielkonsolen, Festplattenlaufwerke oder KFZ-Elektronik eingesetzt. Allerdings sind Entwicklungs- und Produktionskosten für MEMS-Bauelemente extrem hoch, so dass viele Unternehmen diese Aufgaben auslagern. In der Vergangenheit konnte das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT Entwicklungs- und Produktionsanfragen vieler Firmen übernehmen. Doch haben sich die Produktionsanfragen so gesteigert, dass beschlossen wurde Ende 2009 die MEMS Foundry Itzehoe GmbH (MFI) mit Unterstützung von Fraunhofer Venture zu gründen.
2009 wurde den Forscher am Fraunhofer ISIT klar, dass allein über das Fraunhofer-Institut die verschiedensten Kundenfragen im Bereich der MEMS-Bauelemente nicht mehr ausreichend ausgeführt werden konnten. Daher entschloss man sich aus dem Fraunhofer ISIT ein Spin-off auszugründen, das sich vor allem mit den Interessen der Kunden an der MEMS-Produktion beschäftigen sollte. Die Dienstleistung des neuen Unternehmens besteht nun vor allem darin, Anfragen der Kunden nach MEMS-Entwicklungen des Fraunhofer ISIT und eine daraus folgende Produktion vertraglich zu regeln. So bleibt die Forschung und Entwicklung von MEMS-Bauteilen weiterhin das Zentrum der Arbeit am Fraunhofer ISIT, während die Überführung in die Produktion an die MFI ausgelagert wurde. So können den Kunden nun klare Vorhersagen zu Nutzungsrechten an den Geräten, Produktionszeiten und -abläufe, Qualitätssicherung und Kosten gegeben werden. Gleichzeitig haben die Mitarbeiter von MFI eine hohe technologische Kompetenz an den Maschinen des Fraunhofer ISIT, da ein großer Teil der Mitarbeiter früher am Institut beschäftigt war.
Für die Produktion der MEMS-Bauteile wie etwa mikromechanischer Sensoren und Aktuatoren, an mikrooptischen Komponenten sowie an Bauelementen für Hochfrequenzanwendungen (RF-MEMS) werden den Kunden die hauseigene Halbleiterproduktionslinie des Fraunhofer ISIT angeboten. Zur Verfügung steht ein 1000 Quadratmeter großer Reinraum. So sind über das MFI alle Einzeltechnologien verfügbar, um die ganze Prozesskette vom Waferstart bis zur Waferendvermessung geschlossen bearbeiten zu können. Schwerpunkte liegen hier im Bereich der Photo-Lithographie in dicken Resistschichten, den Wafer-Bonding Verfahren sowie der Glasformung.
Gerade die enge Kooperation zwischen dem MFI und dem Fraunhofer ISIT ermöglicht den Kunden einen schnellen und kostengünstigeren Übergang von der Entwicklung der Bauteile in die Produktion.
Veranstaltungen und Seminare
bwcon: Business Roundtable "Erfolgsfaktor für Unternehmen - Analytisches Business Intelligence im Management" am 20.09.2010 in Stuttgart
Die Geschäftswelt dreht sich immer schneller. Die Unternehmensstrategie steht ständig auf dem Prüfstand und die Umgebungsbedingungen verändern sich durch die vielfältigsten Faktoren permanent. Zur Steuerung eines Unternehmens reichen deshalb Standardreports nicht mehr aus.
Das Management benötigt Systeme, die in der Lage sind, veränderte Rahmenbedingungen durch analytische Verfahren darzustellen und auf die Zukunft zu projizieren.
Im Vortrag wird darauf eingegangen, wie man mit der richtigen Business-Intelligence-Strategie und entsprechenden Verfahren ein durchgängiges Reportingsystem aufbaut und vor allem wie analytische Verfahren in den Fachbereichen und bei der Unternehmensleitung eingesetzt werden können.
Veranstaltungstermin:
20. September 2010, 18.00 – 19.30 Uhr, ab 19.30 Uhr Get-Together
Veranstaltungsort:
bwcon: Meeting Area, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Anmeldeschluss:
13. September 2010
Netzwerk Nordbayern: Auftaktveranstaltung des neuen Businessplan-Wettbewerbs am 12.10.2010 um 18:30 Uhr in Nürnberg

Reif für die Business Class? Das Netzwerk Nordbayern lädt ganz herzlich zur Auftaktveranstaltung des neuen Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern 2011 in die Räume der DATEV eG in Nürnberg ein!
Ein interessantes Programm mit dem Vorstand der DATEV eG, Jörg Rabe von Pappenheim und Lars Hinrichs, der das Business-Netzwerk Xing gründete und es zu einem der erfolgreichsten Internet-Start-ups machte, erwartet die Teilnehmer: Heute widmet er sich seinem neuen Lieblingsprojekt: HackFwd. Dabei verhilft er leidenschaftlichen "IT-Freaks" zur Unternehmensgründung.
Beim anschließenden Get-together besteht die Möglichkeit, Kontakte zur nordbayerischen Gründerszene zu knüpfen sowie die Wissensinseln der DATEV eG zu besuchen.
Veranstaltungstermin:
12.10. 2010, ab 18.30 Uhr
Veranstaltungsort:
DATEV eG, Casino, Virnsberger Straße 63, 90329 Nürnberg
Foren und Netzwerkveranstaltungen
Bosch Venture Forum am 23. November 2010 in Stuttgart
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Das Bosch Venture Forum am 23. November 2010 in Stuttgart bringt ausgewählte, innovative Start-ups mit den Experten von Robert Bosch Venture Capital (RBVC), Robert Bosch Business Development und den Innovations- und Forschungsabteilungen der Robert Bosch GmbH zusammen.
Ziel des Forums ist es, strategische Beteiligungen zu erzielen, mögliche Entwicklungskooperationen, Lizenzierungspartnerschaften oder Lieferantenbeziehungen auszuloten und in Gang zu setzen. So ist das Bosch Venture Forum eine exzellente Gelegenheit, Robert Bosch für gemeinsame Produkttests bzw. Probebetriebe, F&E-Kooperationen, Lizenzierungsabkommen, als Investor oder Kunde zu gewinnen.
Junge, ambitionierte Unternehmen aus den Technologiebereichen »Automation & Control«, »Energy & Environment«, »Enabling Technologies« sowie »Healthcare & Telemedicine« sind herzlich eingeladen, ihr Unternehmen zu präsentieren und mit Robert Bosch Vertretern in Kontakt zu treten.
Das Forum findet im Robert-Bosch-Haus in der Heidehofstraße in Stuttgart statt. Anmeldeschluss ist der 08. Oktober 2010.
Veranstaltungstermin:
23.11. 2010, ab 18.30 Uhr
Venture Longe „Media, Internet & Software am 14.10.2010 in München
Die Venture Lounge zum Thema “Media, Internet & Software” am 14. Oktober 2010 bringt junge Gründer mit den VC-Gebern zusammen. An der Venture Lounge nehmen Investoren, Unternehmer und Berater auf Einladung teil. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhalten acht ausgewählte Unternehmer die Möglichkeit, ihren Business Case den anwesenden Investoren vorzustellen. Im Anschluss an die Präsentationen haben die Teilnehmer die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre Einzelgespräche zu führen. Fachvorträge und der Erfahrungsbericht eines erfolgreichen Unternehmers runden das Programm ab.
Die präsentierenden Unternehmer erhalten ein möglichst qualifiziertes Feedback und die Gelegenheit, die Investoren zu überzeugen, in eine tiefergehende Prüfung ihres Business Case einzusteigen. Zusätzlich wird im Rahmen einer Siegerehrung das Unternehmen ausgezeichnet, das seinen Business Case am überzeugendsten präsentiert hat.
Veranstaltungstermin:
14. Oktober 2010, 13:00 Uhr
Veranstaltungsort:
IHK München, Max-Joseph-Str. 2, 80333 München
Anmeldeschluss:
04. Oktober 2010
Deutsches Eigenkapitalforum - Herbstforum 22. - 24.11.2010
Vom 22. bis 24. November 2010 findet in Frankfurt wieder das Deutsche Eigenkapitalforum statt. Das Eigenkapitalforum im Herbst richtet sich an gelistete Unternehmen und an Unternehmen in der Later Stage-Finanzierungsphase. Mit über 5.000 Teilnehmern aus der Finanzindustrie, der deutschen und internationalen Unternehmerschaft sowie Investoren und Analysten ist die 3-tägige Veranstaltung inzwischen Europas größte Plattform rund um die Eigenkapitalfinanzierung. Mit den neuen Länderforen mit Fokus auf Wachstumsmärkten wie China, Russland oder Kasachstan hat das Forum sich über die Grenzen Europas hinaus als internationale Netzwerk- und Informationsplattform etabliert.
Veranstaltungstermin:
22. – 24. November 2010
Veranstaltungsort:
Congress Center und Halle 5.1 der Messe Frankfurt,
Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main
Innovationen suchen Kapital - Investmentforum des BMWi und BMBF am 11. November 2010
Im Rahmen der Projektbegleitung zum Programm EXIST-Forschungstransfer des BMWi und der “Gründungsoffensive Biotechnologie” (GO-Bio) des BMBF findet am 11. November 2010 in Berlin die gemeinsame Veranstaltung “Innovationen suchen Kapital - Investmentforum des BMWi und BMBF“ statt.
Im Rahmen der Veranstaltung wird jungen Unternehmen die Möglichkeit geboten, ihr Gründungsvorhaben den namhaften in Deutschland tätigen Frühphaseninvestoren und zahlreichen Business Angels, die sich an jungen High-Tech-Gründungsvorhaben aus der Wissenschaft beteiligen, vorzustellen. Ziel der Veranstaltung ist es, Kontakte für eine Beteiligungsfinanzierung anzubahnen bzw. zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen.
Den Investoren wird eine in Deutschland einmalige hohe Dichte an Hightech-Gründungsvorhaben aus der Wissenschaft vorgestellt. Bis zu 40 Gründungsprojekte erhalten im Ergebnis eines Bewerbungsverfahrens die Möglichkeit zur Präsentation.
Die Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenfrei und wird durch das BMBF und BMWi finanziert.
Veranstaltungstermin:
11. November 2010, 9:00 – 22:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Spreespeicher
Stralauer Allee 2a
10245 Berlin-Friedrichshain






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