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Fraunhofer Venture

Spin-off im Profil

Die SmartMembranes GmbH

In vielen Bereichen sind die Ansprüche an Hygiene und Reinheit gestiegen und somit neue Methoden erforderlich geworden. Ein zukunftsweisendes Verfahren ist die Membrantechnik. Ein Unternehmen, das sich auf diese Technologie spezialisiert hat, ist die SmartMembranes GmbH. Deren ultra- und nanoporöse Membrane eignen sich zur Filtration von Wasser, Luft, Gas und weiteren Stoffen. Anwendungsgebiete finden sich unter anderem im Umweltschutz, in der Raum- und Atemluftüberwachung sowie in der Arbeitsmedizin. 2009 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM ausgegründet, hat das Unternehmen seinen Sitz im Technologiepark weinberg campus in Halle.

Geburtsstunde der SmartMembranes GmbH war 2007 der Sieg des Teams bei der Nano-Entrepreneurship-Academy (NEnA), einem Ideenwettbewerb, der ausschließlich Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Nanotechnologie prämiert. Unterstützt durch das FFE-Programm (Fraunhofer fördert Existenzgründungen) von Fraunhofer Venture, konnte innerhalb eines Jahres ein Businessplan aufgestellt und ein ausführliches Geschäftskonzept entworfen werden.

Am Ursprung der Technologie der SmartMembranes GmbH stand die Idee, eine Membran mit Poren hervorzubringen, durch die gerade einmal Teilchen von wenigen Nanometern Größe passen. Dieses Vorhaben wurde realisiert, indem SmartMembranes eine hochgeordnete Struktur entwickelte, die der einer Bienenwabe gleicht. Hierfür werden Materialien wie Silizium und Aluminiumoxid verwendet. Ein Beispiel für Teilchen mit einer Größe von nur wenigen Nanometern sind Viren, die einen Durchmesser von rund 0,025 bis 0,1 Mikrometer aufweisen. Bei herkömmlichen Filtrationsvorgängen, wie beispielsweise der Mikrofiltration, die eine Porengröße von größer als 0,1 Mikrometer verwendet, werden Viren nicht erfasst. Eine Unterschreitung dieses Werts und somit eine Erfassung der Krankheitserreger wird durch eine Filtration mit Membranen der SmartMembranes GmbH ermöglicht. Mit einer Porengröße von unter 0,1 Mikrometer ist diese Art der Filterung dem Bereich der Nanotechnologie zuzurechnen. Im Vergleich zu herkömmlichen Filtern ist es aber nicht nur die äußerst geringe Porengröße, die die Membrantechnik der SmartMembranes GmbH auszeichnet, sondern auch die Möglichkeit, die Poren im Nanometerbereich variabel und präzise genau einstellen zu können. Porengröße, Membrandicke, Gitterkonstante und Porosität der Membrane können individuell festgelegt werden. Vor diesem Hintergrund sind der Verwendung der Technologie der SmartMembranes GmbH im industriellen Bereich fast keine Grenzen gesetzt.