Fraunhofer-Beteiligung
Fraunhofer Venture
Freeene Second Solar GmbH
Das Unternehmen
Die Freeene Second Solar GmbH wurde im März 2010 unter den Namen Second Solar Century GmbH von erfahrenen Managern aus der Solarindustrie in Halle gegründet. Die Gründer haben ein klares Ziel vor Augen: Durch die Entwicklung einer innovativen Dünnschicht-Technologie auf der Basis des Halbleiters Cadmium-Tellurid (CdTe) möchten sie Kostenführer auf dem Photovoltaik-Markt werden. Die Freeene Second Solar GmbH ist davon überzeugt, dass die von ihr entwickelte Technologie das Potenzial besitzt, die geringsten Herstellungskosten pro Wattpeak zu erreichen. Gleichzeitig sollen die Module einen für Dünnschicht-Technologien sehr hohen Wirkungsgrad erreichen. Dank dieser Technologie wird es möglich sein, die Netzparität schneller zu erreichen und damit die Solarenergie unabhängig von staatlichen Fördermaßnahmen zu machen.
Die Freeene Second Solar GmbH plant die Errichtung von Produktionslinien für Solarmodule in Sachsen-Anhalt. Durch den bereits bestehenden Photovoltaik-Cluster im „Solar Valley Mitteldeutschland“ bietet dieser Standort besondere Vorteile. Als traditioneller Standort der Chemie- und mittlerweile auch der Solarindustrie bietet die Region eine große Auswahl an qualifizierten Mitarbeitern. Dies gilt sowohl für Facharbeiter als auch für wissenschaftliches Personal, da es an der Universität Halle-Wittenberg, an der nahe gelegenen Fachhochschule in Merseburg sowie an der Fachhochschule Anhalt in Köthen bereits entsprechende Studiengänge gibt.
Technologie und Produkte
Freeene Second Solar arbeitet mit einer Dünnschicht-Technologie auf Basis des Halbleiters Cadmium-Tellurid (CdTe). Die Verwendung dieses Materials bietet viele Vorteile:
- Durch den äußerst geringen Materialeinsatz und den sehr stabilen Herstellungsprozess können die Module zu deutlich niedrigeren Kosten produziert werden als beim Einsatz anderer Technologien, wie etwa der kristallinen Silizium-Technologie.
- Bei einer entsprechenden Größe der Produktionskapazität (> 50 Megawattpeak (MWp)) können Herstellungskosten von deutlich unter einem Euro pro Wp erreicht werden. So kann Solarstrom auch ohne staatliche Förderung zu marktfähigen Preisen erzeugt werden.
- Die Module erzeugen auch bei schlechteren Lichtverhältnissen und bei hohen Temperaturen zuverlässig Strom und haben hier klare Leistungsvorteile gegenüber anderen Technologien.
- Die so genannte Energy-Payback-Time ist niedriger als bei allen anderen Technologien. Das heißt, dass ein CdTe-Modul die Energie, die eingesetzt werden muss, um es zu produzieren, noch schneller wieder „einspielt“ als andere Module. Daher haben CdTe-Module auch die beste CO2-Bilanz aller PV-Technologien.
- Als Zusatznutzen trägt die Technologie dazu bei, das Schwermetall Cadmium, das als Abfallprodukt der Zinkverhüttung anfällt, in der stabilen Verbindung CdTe nicht nur sicher zu verwahren, sondern es sogar dafür zu nutzen, saubere Energie zu erzeugen.

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