Newsletter

Der Fraunhofer Venture Newsletter

Sie möchten regelmäßig über Ausgründungsthemen und News über Fraunhofer Venture informiert werden? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter. Dieser erscheint 4-6 jährlich. Mit diesem Formular können Sie sich ganz einfach anmelden.

Anrede*
Titel
Vorname*
Nachname*
E-Mail*
Ich bin*







Unser aktueller Newsletter

Fraunhofer Venture – Innovationsmotor seit 15 Jahren

Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture

Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture

Dem Thema Ausgründungen eine Bühne geben – das war damals das Ziel der vor über 15 Jahren gegründeten Abteilung „Fraunhofer Venture“. Fast 400 Ausgründungsprojekte wurden seither in betriebswirtschaftlichen, finanziellen und juristischen Fragestellungen unterstützt. Heute hat Fraunhofer Venture rund 80 Unternehmen im Beteiligungs-Portfolio. Wir haben Thomas Doppelberger, den Leiter von Fraunhofer Venture, gefragt, wie damals alles begonnen hat und welche Visionen es für die nächsten Jahre gibt.

 

 

Herr Doppelberger, 2001 ist aus dem Pilotprojekt „Fraunhofer Venture“ eine eigenständige Abteilung der Fraunhofer-Gesellschaft geworden. Wie hat alles angefangen?

Thomas Doppelberger: Das Thema Verwertung über Ausgründungen wurde damals immer relevanter. Aber es fehlte eine Vorgabe, wie die Fraunhofer-Gesellschaft als gemeinnützige Forschungseinrichtung damit umgehen soll. Die eher informelle Arbeitsgruppe „Unternehmensgründungen und Beteiligungen“, die innerhalb der Rechtsabteilung angesiedelt war, hat daraufhin gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF eine Leitlinie entwickelt. Darin wurde festgelegt, wie wir Ausgründungen unterstützen und wie Beteiligungen an den Spin-offs aussehen können. 2001 wurde aus dieser Arbeitsgruppe dann eine offizielle Abteilung.

Heute ist Fraunhofer Venture 15 Jahre alt. Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Errungenschaften von Fraunhofer Venture seither?

Thomas Doppelberger: Wir sind heute eine Abteilung mit über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. So können wir die unterschiedlichsten Technologiethemen bearbeiten und Gründungsinteressierte von der Ausgründung bis hin zum Beteiligungsmanagement beraten. Die Fraunhofer-Gesellschaft zeigt sich heute als gründungsambitionierte Forschungseinrichtung gegenüber Politik, Wirtschaft und Forschungslandschaft: Für die Fraunhofer-Forscher und -Institute haben wir ein umfangreiches Incentivierungsprogramm für Ausgründungsaktivitäten entwickelt. Ein weiteres Highlight ist der Fraunhofer-Gründerpreis, den wir im vergangenen Jahr erstmals verliehen haben. Gemeinsam mit dem High-Tech-Gründerfonds zeichnen wir damit herausragende Gründeraktivitäten innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft aus.

Besonders hervorzuheben ist sicherlich unser eigens entwickelter Förderprozess, den die Spin-offs durchlaufen können: Wir unterstützen die Wissenschaftler von der Ideenfindung über die Seedphase bis hin zum Exit. Dieses durchgängige Förderprogramm für alle Phasen des Gründungsprozesses ist einzigartig in der deutschen, wenn nicht sogar in der europäischen universitären Forschungsszene.

Alles in allem haben wir in den letzten 15 Jahren ein starkes Bewusstsein für das Thema Ausgründungen geschaffen. Darauf können wir besonders stolz sein.

Bleiben wir bei den Highlights: Was sind aus Ihrer Sicht die erfolgreichsten Spin-offs?

Thomas Doppelberger: Es ist immer schwer zu sagen, was „Erfolg“ bedeutet. Sicherlich gehören Ausgründungen wie die Prolupin GmbH, die 2014 den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten erhalten hat, oder auch die Novaled GmbH, die 2013 von Samsung übernommen wurde, zu unseren großen Erfolgsgeschichten. Aber für mich sind es auch die vielen kleinen Geschichten, die den Erfolg von Fraunhofer Venture verdeutlichen: Ein Großteil der von uns betreuten Spin-offs hat sich am Markt etabliert, macht Umsatz und schafft Arbeitsplätze. Damit tragen wir und unsere Gründer zum Innovationsstandort Deutschland bei.

Deutscher Zukunftspreis und zahlreiche Erfolgsgeschichten – gibt es da überhaupt noch etwas, das man sich wünscht? Was ist für die nächsten fünf Jahre geplant?

Thomas Doppelberger: Intern wollen wir das Thema Ausgründungen noch fester in den Instituten verankern. Und der Spirit, den wir innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft geschaffen haben, wird weiter ausgerollt und nach außen getragen. Mit zwei neuen vom BMBF geförderten Projekten öffnen wir künftig unsere Netzwerke auch für externe Gründer und KMUs. Im Rahmen der Initiative „VentureConnect“ wollen wir in Zukunft bereits zu Beginn von Forschungsprojekten Handlungsempfehlungen für den individuellen optimalen Verwertungsweg geben. Das neue „TechBridge“-Programm ermöglicht Kooperationsprojekte zwischen Fraunhofer-Gesellschaft und externen Startups.

Wir sind auf einem guten Weg hin zu einer neuen Innovationskultur. Der Rückfluss aus Ausgründungen – ob Forschungserträge, Lizenzeinnahmen oder Exiterlöse – hat sich mittlerweile zu einem Finanzierungsstandbein der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt. Und vielleicht wartet auf uns in den nächsten Jahren auch noch die ganz große Ausgründungs-Erfolgsstory.

Dispendix GmbH – Kontaktfreies Dispensieren im Nanoliterbereich

Die Dispendix GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Geräte für das kontaktlose Dispensieren.

© Foto Dispendix GmbH

Das I-DOT One Dispensiersystem ist das erste Seriengerät der Dispendix

Für biologische Experimente oder bei der Entwicklung von Medikamenten werden oft Flüssigkeitsmengen im Nano- und Mikroliterbereich benötigt. Die Dosierung der verwendeten Flüssigkeiten muss aus Zeit- und Kostengründen hochpräzise und extrem schnell ablaufen. Allerdings erfüllen herkömmliche Dispensiertechnologien nur ungenügend die Anforderungen, die an das Dosieren von kleinsten Flüssigkeitsmengen gestellt werden. Hier schafft die Dispendix GmbH mit der "Immediate Drop on Demand Technologie", kurz I-DOT, Abhilfe.
 

Immediate Drop on Demand Technologie 

Das neuartige Verfahren wurde am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickelt und ermöglicht es Volumina berührungslos zu dosieren. Die Liquid-Handling Technologie beruht auf einem Druckimpuls der von oben auf eine Flüssigkeitssäule gegeben wird und Tropfen von etwa zwei Nanoliter auslöst. Die Tropfen werden aus einer 96er Dosierplatte im SBS-Format auf beliebige Zielsubstrate dispensiert. Mit dem 8-fach parallelen Dosierkopf können aus jeder Einzeldüse Tropfen von ca. 2 nl mit bis zu 400 Hz abgegeben werden, wodurch sich enorme Durchsätze in einem Volumenbereich zwischen 2nl bis 80 µl realisieren lassen.

Entwicklung, Produktion und Vertrieb des einzigartigen Dispensierungssystems

Der Erfolg und die Nachfrage am Markt nach dem I-DOT System ist entsprechend groß, wodurch 2016 die Dispendix GmbH als Lizenznehmer der I-DOT Technologie gegründet wurde. Das Spin-off entwickelt, produziert und vertreibt Geräte für das kontaktlose Dispensieren. Es wurden bereits fünf einsatzreife Prototypen gebaut, die bei Anwendern und in Biomarkenprojekten im Betrieb sind. Zu Beginn dieses Jahres sollen neue Geräte produziert und erste Kunden beliefert werden. Entwicklungspartner ist neben dem Fraunhofer IPA das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI im Rahmen des Ribolution Projektes.

In Zukunft wird für den Umgang mit lebenden Zellen ein spezielles Dispensiersystem zur Verfügung stehen. Die Vitalität der Zellen bleibt bei diesem Prozess erhalten, denn für den optimalen Erhalt der Zellphysiologie können die Parameter für das Dosieren der Zellen individuell an verschiedene Zelltypen angepasst werden. "Das ist für Pharmaunternehmen interessant, die aus Zellkulturen Antikörper für therapeutische Wirkstoffe produzieren", weiß Harry Böltz, Geschäftsführender Gesellschafter der Dispendix GmbH in Stuttgart.
 

Erfolge der Dispendix GmbH

Das Start-up wurde unter anderem mit dem INDUSTRIEPREIS 2016 in der Kategorie Biotechnologie ausgezeichnet. Der von der „Huber Verlag für Neue Medien GmbH“ vergebene Preis wird an Unternehmen vergeben, die außergewöhnliche gesellschaftliche technologische und ökologische Vorteile bieten.

Außerdem gewann das Produkt I-DOT One den New Product Innovation Award 2016 im Zuge der Basel Life Science Week-MipTec. Das I-DOT One Dispensiersystem ist das erste Seriengerät der Dispendix und zeichnet sich vor allem durch seine verbesserte Software, den einfacheren Aufbau und die damit einhergehende günstigere Produktion des Geräts aus.

15 Jahre Gründerkultur – Fraunhofer Venture feiert Geburtstag

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat sich in ihrem Leitbild der anwendungsorientierten Forschung und damit der wirtschaftlichen Verwertung neuer Technologien verschrieben. Seit 2001 spielt Fraunhofer Venture dabei eine tragende Rolle. Vor 15 Jahren wurde aus einem Pilotprojekt eine eigenständige Abteilung. Fast 400 Ausgründungsprojekte hat Fraunhofer Venture seither in betriebswirtschaftlichen, finanziellen und juristischen Fragestellungen unterstützt.

„Wir unterstützen die Gründer von der Ideenfi ndung über die Seedphase bis hin zum Exit. Dieses durchgängige Förderprogramm für alle Phasen des Gründungsprozesses ist einzigartig in der deutschen, wenn nicht sogar in der europäischen universitären Forschungsszene. In Kombination mit den Aufgaben und Unterstützungsmaßnahmen unseres Teams bieten wir damit eine hervorragende Ausgangssituation für High-Tech Gründungen.“, so Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture.

Fraunhofer Venture – einfach erklärt

Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture

Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture, erklärt wie Fraunhofer Venture Gründungsinteressierte auf dem Weg von der Idee zum Erfolgreichen Spin-off und darüber hinaus, unterstützen kann.

Fraunhofer Venture hilft Forschern, Ideen weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen. Dabei hat Fraunhofer Venture einen integrierten Förderprozess entworfen, der sich an der Entwicklung von Ausgründungen orientiert. Forscher können in den Programmen Business Ideation, FDays®, FFE und FFM vom Know-how des Fraunhofer Venture Teams profitieren und werden von der Entwicklung erster Geschäftmodelle bis zum Coaching bei schon ausgegründetes Spin-offs von den Experten begleitet.

Save-the-Date: FDays® XII - Ab dem 13. Februar 2017 wieder bewerben

Ab dem 13. Februar 2017 können sich wieder unternehmerische Fraunhofer-Teams über das interne Ideenportal für die nächsten FDays® bewerben. Die FDays® sind ein 12-wöchiger Beschleunigungs-Modus für ausgewählte, unternehmerische Teams bei Fraunhofer. Aus der Geschäftsidee werden Geschäftsmodelle entwickelt, umfangreiche Marktanalysen nach modernsten Methoden durchgeführt und die Technologie-Entwicklung auf einen nachweisbaren Kundenbedarf ausgerichtet. Auf diese Weise werden Technologien in dem von den Forschenden bereits definierten Anwendungsfeld frühzeitig auf das wirkliche Markt-Potential hin geprüft, in eine professionelle Kommunikationsgrundlage (Pitch) für Entscheider, potentielle Kunden und Investoren gegossen sowie auf den Weg eines Fraunhofer-internen Start-ups gebracht. Die Teilnehmer kommen damit schnell und ressourceneffizient zu einer Entscheidungsgrundlage für Ihren weiteren Verwertungsweg.

Bewerbungsschluss ist der 01. März 2017. Die FDays® starten bereits am 6. April 2016 mit dem 3-tägigen »FDays Micro Accelerator«.

Kunden verstehen - Am 17. Februar 2017 in München

Der Workshop »Kunden verstehen« unterstützt Fraunhofer Forschende Kundenbedarfe in der Tiefe zu verstehen, das eigene Marktangebot dahingehend kritisch zu hinterfragen und ihr es optimal auf die realen Bedürfnisse einer Zielgruppe zuzuschneiden. Durch die Vermittlung von praktischen Werkzeugen aus Design Thinking und Lean Start-up wird es möglich, den Kunden passgenau anzusprechen. Alle erlernten Techniken werden noch während des Workshops auf die eigene Idee angewendet.

Der Workshop bereitet optimal auf die weiteren Förderprogramme von Venture vor. Der nächste Termin findet am 17.2.2017 in München statt.

 

Newsletter-anmeldung


Sie möchten mehr über uns wissen? Dann abonieren Sie doch unseren Newsletter!

 

Newsletter-Archiv


Sie wollen einen Blick in unsere verganenen Newsletter blicken? In unserem Archiv finden Sie diese.