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Venture Connect – Unterstützung bei unternehmerischer Verwertungskooperation

Das Team von Venture Connect (v.r.: Lucas Siebeneicher, Programm Manager; Johann C. Siemes, Sachgebietsleiter; Thong Le, Unterstützung)
© Foto Fraunhofer Venture

Das Team von Venture Connect (v.r.: Lucas Siebeneicher, Programm Manager; Johann C. Siemes, Sachgebietsleiter; Thong Le, Unterstützung)

Venture Connect ist ein neues vom BMBF gefördertes Projekt, das Ende 2016 bei Fraunhofer Venture gestartet ist. Das Team arbeitet an dem Projektauftrag, eine Plattform für mittelständische Unternehmen und Fraunhofer-Instituten sowie deren Forschende zu schaffen, um den Transfer von Fraunhofer-Technologien in den Mittelstand zu fördern und unter Einbeziehung  der Erfahrungen des Venture Labs den optimalen Verwertungsweg für die Fraunhofer-Technologie aufzuzeigen. Wir haben uns mit Johann C. Siemes und Lucas Siebeneicher unterhalten und erfahren, was als nächstes geplant ist.

 

Herr Siemes, Herr Siebeneicher, was ist das Ziel des neuen Projekts Venture Connect?

Johann C. Siemes: Venture Connect hat das Ziel, Fraunhofer-Technologien in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen und unter Einbeziehung des Fraunhofer Venture Know-hows, zu kommerzialisieren. Um einen optimalen Technologietransferweg zu erarbeiten, werden unternehmensspezifische Innovationsbedarfe erkannt und individuelle Kooperationsmodelle gebildet.

Lucas Siebeneicher: Zudem stellt Venture Connect eine geeignete Plattform dar, die unternehmerisch denkende und handelnde Fraunhofer-Forscher einerseits sowie innovative Unternehmen andererseits zusammenführt, damit Hightech gemeinsam systematisch vermarktet werden kann.

Wie ordnet sich Venture Connect in den bestehenden Förderprozess bei Fraunhofer Venture ein?

Lucas Siebeneicher: Das Projekt nutzt die bestehende Formate des Venture Lab und passt diese an die spezifischen Bedarfe der Kooperationspartner an. Die Workshops und Seminare der Business Ideation-Phase sowie des Business Designs zu unternehmerischem Denken und Handeln können dabei aus der Perspektive des Unternehmens mitgestaltet werden und einen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen des vorliegenden Geschäftsmodells setzen.

Johann C. Siemes: Darüber hinaus unterstützt der Fraunhofer-interne Accelerator FDays® das eingesetzte Team aus Unternehmensmitarbeitern und/oder Fraunhofer-Forschern, die Technologieidee in ein marktfähiges Produkt mit nachhaltigem Geschäftsmodell zu entwickeln. Um der Unternehmens- bzw. Industriesicht gerecht zu werden, kann das Programm um einzelne Inhalte in Form von Arbeitssessions ergänzt werden. Schließlich wird identifiziert, welcher Verwertungsweg, wie z. B. Spin-off, Joint Venture oder Lizenzierung, am besten geeignet ist.

Lucas Siebeneicher: Eine zentrale Rolle im Venture Connect-Prozess nimmt auch das Fraunhofer-Ideenportal ein, welches als Austauschplattform zwischen Fraunhofer-Forschern und Unternehmen dient. Das Portal wurde bisher nur Fraunhofer-intern genutzt. Die Öffnung für externe Partner wird derzeit umgesetzt.

Was sind jetzt die ersten Schritte im Projekt?

Johann C. Siemes: Um die praktischen Bedarfe des deutschen Mittelstands besser zu verstehen und erste Kooperationsmodelle zu testen, wird in den folgenden Wochen ein Pilotprojekt starten. Angefangen bei einer gemeinsamen Bedarfsanalyse des Unternehmens werden Fraunhofer-Institute identifiziert, mit denen ein Dialog angestoßen wird. Durch den beidseitigen Austausch über verfügbare Technologien und bestehende Marktbedürfnisse in der Praxis wird festgestellt, welche Förderformate des Venture Labs für eine erfolgreiche Kooperation geeignet sind.

Lucas Siebeneicher: Die Herausforderung besteht dabei darin, die Tools der Business Ideation-Phase und des Business Designs auf das Geschäftsmodell des Mittelständlers anzuwenden und auf bestehende Aktivitäten zu transferieren. Am Ende der Pilotphase sind erarbeitete Zusammenarbeitsmodelle validiert, sowie Anpassungsmöglichkeiten der Business Ideation-Workshops und FDays® evaluiert. Das Ideenportal wird gemäß den Erkenntnissen aus der Pilotphase entsprechende angepasst werden.

Was möchten Sie den Lesern zum Abschluss noch mitteilen?

Johann C. Siemes: Der Erfolg von Venture Connect setzt das Engagement und aktive Mitgestalten von Seiten der Fraunhofer-Institute und der Unternehmen voraus, um ein für beide Seiten bedarfsgerechtes Angebot zu erstellen. Ein flächendeckender Mehrwert für den deutschen Mittelstand kann nur geschaffen werden, wenn die zahlreichen Potentiale, die in den Technologien der Institute stecken, auch genutzt werden. Daher rufen wir alle Institute, deren Forschende und Unternehmenspartner auf, sich bei jeglichen Anregungen bezüglich eines gemeinsamen Technologietransfers zwischen Mittelstand und Fraunhofer an uns zu wenden. Wir sind einerseits stets daran interessiert, vorhandene Technologien an Industriepartner zu tragen und den gemeinsamen Innovationsprozess anzustoßen. Andererseits stehen wir in regelmäßigem Kontakt mit Mittelstandsunternehmen, die oftmals keine Kapazitäten und Strukturen für eigene Innovationsaktivitäten haben.

Lucas Siebeneicher: Über Venture Connect wird damit eine Verbindung für Unternehmen zu Fraunhofer-Technologien und zur spezifischen Innovationsexpertise des Venture Labs sowie des gesamten Fraunhofer Venture-Teams hergestellt.

Vielen Dank für das Interview! 

Wenn Sie Interesse haben, als Pilotpartner teilzunehmen und so die Chance nutzen möchten das Programm nach Ihren Bedürfnissen mitzugestalten, dann zögern Sie nicht Kontakt aufzunehmen. Das Team von Venture Connect freut sich über Ihr Feedback und Ihre Erfahrungen, Fragen und Anregungen!

Die Multiphoton Optics GmbH – Hochpräziser 3D-Druck »from Lab to Fab«

© Foto Multiphoton Optics GmbH

Die Multiphoton Optics GmbH - ein Spin-off aus dem Fraunhofer ISC

Die hochpräzise 3D-Druckplattform LithoProf3D ist weltweit führend führend in der schnellen, präzisen und kosteneffizienten Herstellung von Mikrooptiken
© Foto Multiphoton Optics GmbH

Die hochpräzise 3D-Druckplattform LithoProf3D ist weltweit führend führend in der schnellen, präzisen und kosteneffizienten Herstellung von Mikrooptiken

Die 2013 gegründete Multiphoton Optics GmbH, ein Spin-off aus dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, entwickelt und verkauft eine hochpräzise 3D-Druck-Anlagenplattform, die es ihren Kunden ermöglicht, optische Packages, Mikrooptiken und beliebige 3D-Strukturen, u.a. für Produkte im Bereich der Medizintechnik herzustellen. Die 3D-Druckplattform ist in einer Standard- und einer speziell auf bestimmte Kundensegmente zugeschnittenen Ausführung erhältlich. Die Herstellung der Strukturen erfolgt unter Nutzung eines schon in den 1930ern Jahren postulierten Effekts, eines Mehr-Photonen-Prozesses. Ultrakurz gepulstes Laserlicht wird in ein mit Licht reagierendes Material, wie Polymere, Hybridpolymere oder spezielle Gläser, fokussiert. Bei polymeren Materialien kommt es dabei zu einer Vernetzungsreaktion oder einer Bindungsspaltung, wodurch beliebige dreidimensionale Strukturen oder Formen vom Millimeter- bis in den Mikrometerbereich flexibel und hochpräzise gefertigt werden können. Auch Metalle können mit der von der Multiphoton Optics GmbH angebotenen Technologie bearbeitet werden.

Die Technologie findet unter anderem Anwendung im photonischen Packaging für High-End Computing, in der Herstellung refraktiver und diffraktiver Optiken für Beleuchtungs- und Imaging-Systeme und in der Medizintechnik. Vor allem der Bereich der optischen Datenübertragung ist dabei spannend, da die optische Datenübertragung wesentlich energieeffizienter ist als die elektrische und optische Packages und Koppeloptiken mittels der von der Multiphoton Optics angebotenen hochpräzisen 3D-Druckplattform kostengünstig und schnell hergestellt werden können.

Der LithoProf3D wird von Heidelberger Druckmaschinen AG als globaler Produktionspartner hergestellt.

LithoProf3D, LithoSoft3D und LithoStream3D


Die Multiphoton Optics GmbH bietet den LithoProf3D an, eine 3D-Druckplattform für den hochpräzisen 3D-Druck, mit der beliebige Anwendungen erschlossen und Produkte hergestellt werden können. Strukturen können dabei im additiv oder auch durch einfaches Wechseln der Belichtungsstrategie subtraktiv auf großen Flächen mit variabel einstellbarer Präzision hergestellt werden. Seit 2016 wird der LithProf3D im industriellen Prototyping für Einzel- bis Kleinserienprototyping eingesetzt.

Des Weiteren vertreibt die Multiphoton Optics GmbH das Softwarepaket LithoSoft3D für präzises additive oder subtraktive 3D Drucken. Das 2016 eingeführte Produkt kann entweder mit dem LithoProf3D® oder separat für GCode-kompatible Produktionsmaschinen verwendet werden. LithoSoft3D stellt mit ihrem modularen Aufbau ein mächtiges und sehr flexibles Softwarepaket zur Verfügung, mit dem die Maschinencodes für beliebige Strukturen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Belichtungs- und Herstellungsstrategien angepasst auf das jeweils herzustellende Objekt erzeugt werden, die dann mittels des zum LithoProf3D gehörenden Streamers LithoStream3D die Anlage steuern. So wird beispielsweise das Prototyping von Mikrolinsenarrays oder auch die Herstellung optischer Verbindungen zu einem Erlebnis an Geschwindigkeit und Präzision, das es ermöglicht kostengünstig und effizient beliebige und ausgefallene optische Designs zu erproben.

Auszeichnungen und Preise

Die Erfolgsgeschichte der Multiphoton Optics GmbH wurde stets von Fraunhofer Venture begleitet. So konnte das Start-up vor und nach seiner Gründung unter anderem von den Programmen FFE (Fraunhofer fördert Entrepreneure) und FFM (Fraunhofer fördert Management) profitieren. »Mit meinen Investoren habe ich immer einen erfahrenen Ansprechpartner an meiner Seite, um verschiedenste unternehmerische Fragestellun­gen zu reflektieren. «, so Dr. Ruth Houbertz, Gründerin und CEO der Multiphoton Optics GmbH.

Nach erfolgreicher Gründung und Einführung mehrerer Produkte ist die hochpräzise 3D-Druckplattform LithoProf3D der Multiphoton Optics GmbH nun weltweit führend in der schnellen, präzisen und kosteneffizienten Herstellung von Mikrooptiken. Dies und die herausragende unternehmerische Leistung des Spin-offs wurden zuletzt bei der Verleihung des Fraunhofer-Gründerpreises 2016 gewürdigt (siehe Aktuelles). Im selben Jahr wurde die Multiphoton Optics GmbH zum zweiten Mal als Prism Award Finalist 2017 in der Kategorie Additive Manufactoring nominiert. Zudem hat Multiphoton Optics im Januar einen Produktionsvertrag mit der Heidelberger Druckmaschinen AG abgeschlossen, der nun auch die Skalierbarkeit des Produktionsprozesses der LithoProf3D-Anlagenplattform ermöglicht. 

Fraunhofer-Gründerpreis geht an Multiphoton Optics GmbH

© Foto Fraunhofer Venture

v. l.: Daniel Kühn (Multiphoton Optics GmbH), Dr. Valentin Ratz (Multiphoton Optics GmbH), Dr. Alexander von Frankenberg (High-Tech Gründerfonds), Dr. Ruth Houbertz (Multiphoton Optics GmbH), Dr. Alexander Kurz (Fraunhofer-Gesellschaft), Benedikt Stender (Multiphoton Optics GmbH), Dr. Alexander Krupp (Multiphoton Optics GmbH) und Felix Kiesel (Multiphoton Optics GmbH)

Der Fraunhofer-Gründerpreis entstand im Rahmen der neuen Ausgründungs- und Beteiligungsstrategie der Fraunhofer-Gesellschaft und wurde 2016 zum ersten Mal verliehen. Er zeichnet ein am Markt aktives und erfolgreiches Spin-off aus, dessen Produkte und Dienstleistungen einen unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen aufweisen. Mit der Auszeichnung wollen Fraunhofer Venture und der High-Tech Gründerfonds herausragende Gründungsprojekte honorieren und Ausgründungsvorhaben innerhalb der Fraunhofer- Gesellschaft weiter fördern.

Am Dienstag, 21. Februar 2017 erhielt die Multiphoton Optics GmbH den mit 5.000 Euro dotierten Fraunhofer-Gründerpreis. Der Preis ehrt die Entwicklung des Unternehmens auf dem Gebiet des hochpräzisen 3D-Drucks.

Das 2013 aus dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC hervorgegangene Spin-off entwickelt und vertreibt eine hochpräzise 3D-Druckplattform, die es ermöglicht, komplexe dreidimensionale Strukturen vom Millimeter- bis in den Mikrometerbereich und kleiner zu erzeugen. Besonders für die Zukunft der Datenübertragung birgt die Technologie großes Potential. 

Besuchen Sie unsere Spin-offs auf der HANNOVER MESSE vom 24.04. – 28.04.2017

Ende April ist es wieder soweit: Die größte und wichtigste Industriemesse findet wieder statt und einige unsere Ausgründungen werden teilnehmen und sich im Ausstellungsbereich »Young Tech Enterprises« präsentieren.

Folgende Start ups werden im Ausstellungsbereich »Young Tech Enterprises« Stand D03 in Halle 3 zu finden sein:

Montag: mifitto, foxySpec
Dienstag: foxySpec, Math2Market
Mittwoch: Math2Market, drag&bot
Donnerstag: drag&bot, Motion Miners
Freitag: Motion MinersVolterion

Natürlich werden auch Mitarbeiter des Fraunhofer Venture Teams vor Ort sein.

Wie aus Forschung Wirtschaft wird

»Start-ups stehen für Innovationen in allen Lebensbereichen: Sie entwickeln Technologien für die vernetzte Welt, im Kampf gegen Krebs oder den Hunger in der Welt. Nicht selten stammen die Ideen aus Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Forschungseinrichtung gilt als die Start-up-Schmiede Deutschlands.«, lobt Manuela Dollinger.

 In Ihrem Artikel beschreibt sie die Entwicklung des Fraunhofer-Start-ups Higgs und wie Fraunhofer Venture das junge Spin-off auf seinem Weg unterstützen konnte.

Abgabefrist für FFE und FFM endet am 30.04.2017

Die Bewerbungsfrist für die beiden Förderprogramme FFE –Fraunhofer fördert Entrepreneure und FFM – Fraunhofer fördert Management endet am 30.04.2017. 

FFE hat das Ziel, den Technologietransfer über Ausgründungen projektbezogen in der Zeit vor der Gründung des Unternehmens zu unterstützen. Mit FFE können über ein internes Projektbudget ein detailliertes Verwertungskonzept (Businessplan) erstellt und abschließende Entwicklungsaktivitäten durchgeführt werden. Damit wird evaluiert, ob und wie die jeweilige Fraunhofer-Technologie durch eine Ausgründung – ggf. mit Beteiligung der Fraunhofer-Gesellschaft – erfolgversprechend verwertet werden kann. 

Weitere Informationen zu FFE 

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FFM richtet sich an junge Spin-offs deren professionelles Auftreten und überzeugendes Gründerteam gerade in der kritischen Anfangsphase den entscheidenden Unterschied machen. In der frühen Nachgründungsphase werden deshalb mit Hilfe von FFM die unternehmerischen Fähigkeiten des Teams mit wichtigen Managementkompetenzen ergänzt. Ganz individuell kann dies durch Coaching des vorhandenen Gründerteams oder durch eine Teamergänzung z. B. mit Hilfe eines Initialmanager geschehen.

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