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Auf dem Weg zur Smart City: Ausgründungsprojekt BABLE durchläuft Fraunhofer-Förderprozess

© Foto Fraunhofer-Gesellschaft e.V.

Das Ausgründungsprojekt BABLE ist im Rahmen der Fraunhofer-Initiative Morgenstadt entstanden. Mit der neutralen und unabhängigen Informations- und Serviceplattform wollen die beiden Gründer Alanus von Radecki und Alexander Schmidt verschiedene Akteure rund um das Thema Smart City zusammenbringen. Im Frühjahr 2016 hat Alanus von Radecki die FDays® bei Fraunhofer Venture durchlaufen und dabei den Stresstest für Markt und Technologie absolviert. Aktuell erhält das Gründerteam die Förderung »FFE – Fraunhofer fördert Entrepreneure«, die zeitliche und finanzielle Ressourcen schafft, um während der Arbeitszeit an der Marktreife der Technologie zu arbeiten. Die beiden haben uns über den Förderprozess von Fraunhofer Venture und ihr Gründungsvorhaben berichtet.

 

BABLE soll als Marktplatz rund um das Thema Smart City dienen und innovative Technologien mit den Bedürfnissen von Städten, Stadtplanern und -entwicklern vernetzen. Inwieweit haben Sie bei Ihrer bisherigen Arbeit gemerkt, dass ein solches Angebot fehlt?

Alexander Schmidt: Bei unserer Arbeit im Rahmen der Fraunhofer-Initiative Morgenstadt haben wir nach und nach gemerkt, dass die Interdisziplinarität und Komplexität der Themen rund um die Smart City oft Probleme bereiten. Die Informationen, die Städte benötigen, um solche Projekte zu planen, sind sehr schwer zugänglich. Für die anbietenden Unternehmen gibt es keine Plattform, über die sie mehrere Städte gleichzeitig ansprechen können. Bisher bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Klinken zu putzen und bei jeder Stadt oder Kommune einzeln vorzusprechen. Wir wollen mit der Plattform BABLE diese Lücke schließen und als Vermittler zwischen beiden Seiten fungieren und diesen Prozess begleiten.

Ähnliche Angebote gibt es ja bereits. Was ist das Besondere an BABLE?

Alexander Schmidt: Eine Plattform lebt davon, dass möglichst viele Anbieter und Nachfrager sie nutzen. Daher war und ist es uns besonders wichtig, neutral und unabhängig zu sein. Auf unserer Plattform können also viele verschiedene Unternehmen ihre Lösungen präsentieren. Shareholder bleiben aber weiterhin wir zwei Gründer und die Fraunhofer-Gesellschaft (Anmerkung der Redaktion: Im Falle einer Beteiligung). Damit verfügen wir über eine starke rechtliche und ethische Grundlage, um Neutralität und den Zugang aller interessierten Akteure zu garantieren.

Alanus von Radecki: Hinzu kommt, dass Städte und Kommunen in der Regel keine fertigen Einzelprodukte nachfragen, sondern vollständige Lösungen, die in bestehende Systeme integriert werden können. Für ein Bikesharing-Projekt zum Beispiel braucht es ja nicht nur die Fahrräder. Die Städte benötigen Gesamtlösungen, die etwa auch Zugangssysteme, Bezahlmechanismen, eine App etc. beinhalten. Durch unsere bisherige Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten und Kommunen kennen wir die Ansprüche. Wir nennen uns Smart City Architects, das heißt, wir nehmen eine Kurationsposition ein und entwickeln Pläne, die für eine erfolgreiche Umsetzung von Smart-City-Lösungen wirklich gebraucht werden.

Wie und wann entstand die Idee, sich mit diesem Projekt selbstständig zu machen?

Alanus von Radecki: Das Gründungsvorhaben entstand schon sehr früh. Während unserer Arbeit hatten wir die Möglichkeit einer Ausgründung immer im Hinterkopf. Per Newsletter habe ich dann von den FDays® erfahren und dieses Programm durchlaufen. Damit wurde das Vorhaben immer konkreter. Das Business Model Canvas, das ich während der FDays® aufgesetzt hatte, haben wir im Anschluss weitergeführt und gemeinsam um neue Ideen ergänzt.

Momentan stecken Sie mitten in der FFE-Förderung, das heißt, Sie erstellen gerade Ihren Businessplan und stehen kurz vor der Gründung. An welcher Stelle profitieren Sie derzeit am Meisten von der Unterstützung durch Fraunhofer Venture?

Alexander Schmidt: Mit der FFE-Förderung können wir etwa die Hälfte unserer Arbeitszeit für unser Ausgründungsprojekt aufbringen – das hat mich besonders beeindruckt und bringt unsere Arbeit enorm weiter. Alles nur am Wochenende oder nach Feierabend machen zu können, bremst ein Projekt natürlich sehr aus.

Alanus von Radecki: Eine weitere Herausforderung für uns: Wir bauen eine Online-Plattform und weder ich noch mein Mitgründer können programmieren. Fraunhofer Venture hat uns dabei geholfen, die richtigen Partner für die Programmierung zu finden. Zudem haben wir auch bei rechtlichen Fragestellungen immer jemanden, der uns zur Seite steht und den ein oder anderen Stolperstein aus dem Weg schafft: Unsere Berater kümmern sich zum Beispiel darum, Absichtserklärungen zu formulieren oder AGBs und Verträge aufzusetzen.

Was sind jetzt Ihre nächsten Schritte? Wann wird die Plattform online gehen?

Alexander Schmidt: Vor kurzem haben wir das erste Klickmodell unserer Plattform fertiggestellt und mit unseren Partnern ausgiebig auf Funktionalität und Verständlichkeit getestet. Nun wird die Plattform vollständig aufgesetzt und soll im Frühsommer online gehen. Geplant sind dann Free- und Premium-Mitgliedsmodelle. Kommunen erhalten mit Premiummitgliedschaften eine größere Informationstiefe und andere Zusatzservices, Industriepartner zahlen Mitgliedsbeträge, um ihre Produkte auf der Plattform abbilden zu können. Bis Ende des Jahres rechnen wir mit rund 30 Premiumpartnern, insgesamt sollen es einmal etwa 50 sein. Da wir derzeit in engem Kontakt mit einer europaweiten Smart-City-Community stehen, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir den Nerv des Marktes treffen und ein umfangreiches Netzwerk aufbauen können.

Alanus von Radecki: Mittelfristig wollen wir mit BABLE auch Ausschreibungen bis hin zur Implementierung weiter begleiten. Unser Ziel ist es, diesen Prozess noch effizienter zu gestalten, sodass die Dinge am Ende wirklich umgesetzt werden.

Vielen Dank für das Interview! 

Volterion GmbH – Energiespeicher der Zukunft

© Foto Volterion GmbH

Die Volterion GmbH - ein Spin-off aus dem Fraunhofer UMSICHT

© Foto Volterion GmbH

Volterions Redox-Flow-Batterie basiert auf einer am der vom Fraunhofer UMSICHT entwickelten neuartigen Graphit-Elektrode.

frErneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch. So setzen auch private Haushalte, Unternehmen und Kommunen immer mehr auf Photovoltaikanlagen und andere Möglichkeiten der alternativen Energieerzeugung, um ihren Strombedarf zu decken oder bei Überproduktion sogar Geld zu erwirtschaften. Photovoltaikanlagen erzeugen bei Lichteinfall mittels Solarzellen elektrische Energie. Das Problem dabei: Scheint keine Sonne wird kein Strom erzeugt und der Hauseigentümer ist wieder von den herkömmlichen Stromquellen abhängig. Um den überproduzierten Strom in sonnenreichen Momenten für "schlechte Zeiten" zu speichern, werden verschiedene Energiespeicherprodukte eingesetzt, die jedoch häufig zu teuer sind oder eine zu geringe Lebensdauer aufweisen.

An diesem Punkt will die Volterion GmbH Abhilfe schaffen. Das Spin-off des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik- UMSICHT produziert und vertreibt mittel- bis großformatige Redox-Flow-Batterien und Redox-Flow Komponenten für kommerzielle Groß-Speicher und ermöglicht so Strom effektiv für sonnenarme Stunden zu speichern.

Die Volterion Redox-Flow-Batterie

Volterions Redox-Flow-Batterie basiert auf einer am Fraunhofer UMSICHT entwickelten neuartigen Graphit-Elektrode. Diese ermöglicht nicht nur  ein komplett neues Design, sondern auch einen innovativen Herstellungsprozess für den Redox-Flow-Stack (den Energiewandler der Batterie) und die damit sehr viel preiswertere und effizientere Redox-Flow-Batterien. Die Stacks (Leistungskomponente) wandeln elektrische Energie in chemische Energie, die in den Elektrolyttanks gespeichert (Speicherkomponente) wird. Bei Bedarf wird durch Umkehren des Prozesses die gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Die Batterie ist für den Einsatz unterschiedlicher Elektrolyte konzipiert. Das Besondere ist außerdem, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Speichersystemen durch Materialeinsparungen kostengünstiger, kompakter und ressourcensparender produziert werden kann. Zudem zeichnet sie sich durch eine lange Lebensdauer (> 20 Jahre) und eine sehr hohe Zyklenrate (> 10 000 Mal Laden/Entladen) aus.

Konkret bietet das Ende 2015 gegründete Start-up drei verschiedene Redox-Flow-Produkte an, die bereits an renommierte und weltweit aktive Kunden verkauft wurden: Innovative Graphit-Elektroden für Energiespeicheranwendungen, Redox-Flow-Stacks für etablierte und neue Redox-Flow-Batteriehersteller sowie komplette Redox-Flow-Speichersysteme für den Einsatz in der industriellen Speicherung von erneuerbaren Energien.

Interessant für Unternehmen, Kommunen und Stromanbieter

Das Speichersystem ist für Unternehmen und Kommunen weltweit vor allem durch die Erhöhung des Eigenverbrauchs der produzierten Energie interessant. Doch auch Stromanbieter können von den Batterien enorm profitieren, da Schwarmspeicher-Konzepte so wirtschaftlicher und vermarktbarer werden. So können die Batterien an Kunden verkauft oder vermietet und überschüssige Solar- oder Windenergie zurück ins Netz oder an andere Kunden weitergeleitet werden.

Das Team von Fraunhofer Venture unterstützt Volterion von Anfang an. So nahm das Spin-off unter anderem am Programm »FFM – Fraunhofer fördert Management« teil. Das Förderprogramm ergänzt junge Technologie-Startups um die so wichtige Managementkompetenz. Als Gesellschafter der Volterion steht das betreuende Team seitens Fraunhofer in engem Austausch mit dem Management des Start-ups. Außerdem profitiert Volterion von der ersten und zweiten Förderphase des EXIST-Forschungstransfers. Das Gründerteam um Sascha Berthold, Thomas Gebauer und Thorsten Seipp schätzt die Unterstützung sehr: „Für uns war das Fraunhofer Venture-Team von Anfang an ein verlässlicher und sehr kompetenter Partner, der uns geholfen hat, schnell den großen Sprung von der Ausgründungsidee hin zum operativ tätigen Unternehmen mit ersten Umsätzen und internationaler Kundschaft zu schaffen.“

»FFL – Fraunhofer fördert Lizenzen« - Pilotphase abgeschlossen

Vor etwas mehr als einem Jahr ist die erste Pilotphase des internen Projekts »FFL – Fraunhofer fördert Lizenzen« gestartet und im Februar diesen Jahres ausgelaufen. Das Projekt startete mit vier ausgewählten Teams in einen fünfmonatigen Test. Durch FFL konnten erstmals auch FDays® -Teams, die ihre Technologie über den Weg der Lizenzierung vermarkten wollten, effektiv mit einem individuellen Förderprogramm beim Finden eines geeigneten Lizenznehmers und der Erarbeitung eines passgenauen Lizenzvertrages unterstützt werden. So konnte Fraunhofer Venture mit FFE ein Pendant zum geförderten Verwertungsweg "Ausgründungen" bilden. Die vier teilnehmenden Projekte der Pilotphase waren restlos begeistert: "Vielen Dank, dass Ihr das FFL-Programm aufgesetzt habt; nach dem FDays®-Programm und dem Camp@Venture ist FFL der Höhepunkt[…]", hieß es von einem der Teilnehmer.

Business Ideation und FDays® - einfach erklärt

© Foto Fraunhofer Venture

Business Ideation - Faunhofer Mitarbeitende entwickeln Geschäftsideen und testen diese auf einen effektiven Kundennutzen

© Foto Fraunhofer Venture

FDays® - Verwertungsoffener Beschleunigungsmodus für ausgewählte, unternehmerisch denkende Mitarbeitende

In der Business Ideation stoßen wir Technologieverwertungsprojekte an. Wir unterstützen Fraunhofer Forscher/innen dabei, die vielversprechendsten Märkte für Technologien zu finden und zu evaluieren, Marktbedarfe in spezifischen Märkten zu erheben und  basierend darauf erste Geschäftsideen zu entwickeln - natürlich stets unter Einbeziehung von Nutzerfeedback.
Dazu bieten wir zwei Workshop-Formate an, an denen Forscher aus allen Fraunhofer-Instituten zu individuellen Fragestellungen teilnehmen: »Technologie sucht Anwendung« und »Kunden verstehen«. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit ganz individuell zugeschnittene Workshops für Gruppen, Abteilungen oder Institute vor Ort zu veranstalten.

Das zentrale Beschleunigungs-Programm von Fraunhofer Venture sind die FDays®. Hier wird Klarheit geschaffen – zum richtigen Kundensegment, dem passenden Angebot, einem tragfähigen Geschäftsmodell sowie einer umsetzbaren Roadmap zum Markt. Durch Workshops, Coachings, ein starkes Netzwerk und fokussierte Teamentwicklung, erhalten alle FDays®-Teams ihre maßgeschneiderte Unterstützung, um ihr Potential auf die Straße zu bringen.

Neugierig geworden? In den folgenden Videos geben Dr. Julia Bauer von der Business Ideation Phase und Dr. Thorsten Lambertus von den FDays® einen detaillierteren Einblick in den Ablauf der Programme.

Innovationen für die Industrie: Sechs Fraunhofer-Spin-offs

Die Young Tech Enterprises sind der Startup-Hotspot auf der Hannover Messe. Hier treffen innovative Gründer auf die Big Player der Industrie. Mit dabei sind sechs Fraunhofer-Spin-offs, die ihre neusten Entwicklungen in den Bereichen Energiespeicherlösungen, Industrie- und Prozessautomation sowie andere Zukunftstechnologien präsentieren. Besuchen Sie die Ausgründungen drag&bot, foxySpec, Math2Market, mifitto, MotionMiners und Volterion in Halle 3, Stand D03 sowie im Young Tech Enterprises Forum.

Die Bewerbungsfrist für die das TandemCamp endet am 28.04.2017

© Foto Fraunhofer Venture

Das TandemCamp ist ein Workshop des BMBF-geförderten Projekts TechBridge

Interessante Anwendungsfälle, Innovationskraft und Wachstumspotenzial sind einige wenige der Synergien, die aus sogenannten Startup-Kooperationen für Fraunhofer sowie für jede andere etablierte Organisation entstehen können.

In diesem Zusammenhang startete im Oktober 2016 das BMBF-geförderte Forschungsvorhaben TechBridge. Ziel ist es, Startup-Kooperationen als neuen Verwertungsweg zu analysieren und Methoden und Werkzeuge hierfür zu entwickeln.

Unter dem Motto "Erfolgreiche Anbahnung von Startup-Kooperationen" bieten wir für Tandems aus allen Technologiebereichen fachliche und finanzielle Unterstützung. Der Kick-off-Workshop findet am 19. Mai 2017 in München statt.

SAVE-THE-DATE - Start-up Days 2017

Am 27. und 28. September 2017 finden zum fünften Mal die gemeinsam von der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft veranstalteten Start-up Days in Dresden statt.

Die Start-up Days bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Instituten der vier Forschungsorganisationen ein umfangreiches Informationsangebot zu allen relevanten Themen der Unternehmensgründung. 

In Vorträgen und Praxisworkshops erfahren Gründungsinteressierte der Forschungseinrichtungen von Experten Wissenswertes rund um den eigenen Unternehmensaufbau. Gleichzeitig bieten die Start–up Days eine hervorragende Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Gründungsinteressierten aus der außeruniversitären Forschung.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl stark begrenzt ist.

 

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