Gründen trotz Pandemie

Zahl der Fraunhofer-Ausgründungen 2020 bleibt trotz Lockdown konstant

29. März 2021

Die Zahl der Ausgründungen der Fraunhofer-Gesellschaft erreicht im Jahr 2020 trotz der Einschränkungen durch Pandemie und Lockdown das Vorjahresniveau: 26 Teams gründeten im vergangenen Jahr Spin-offs auf Basis von Fraunhofer-Technologie und bilden damit die Basis für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren

© Fraunhofer Venture
Entwicklung der Fraunhofer-Ausgründungen, Beteiligungen und Exits

Die 26 neu ausgegründeten Unternehmen entwickeln neue Technologien und Anwendungen etwa aus den Bereichen Life Science, Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Oberflächentechnik sowie neue Werkstoffe und Materialien. Auch technologische Zukunftsfelder wie Künstliche Intelligenz oder Biotechnologie werden von Fraunhofer-Spin-offs zu marktreifen Anwendungen gebracht.

 

Erfolgreiche High-Tech-Spin-offs trotz Pandemie

Mit insgesamt über 500 Technologie-Ausgründungen in den letzten 20 Jahren gehört die Fraunhofer-Gesellschaft zu den ausgründungsstärksten Forschungseinrichtungen in Europa. Auch im Pandemie-Jahr 2020 haben die Fraunhofer-Spin-offs insgesamt eine außergewöhnlich positive Performance gezeigt. So schneiden sie bei wichtigen Parametern für die Erfolgsmessung von Unternehmensgründungen besser ab als der Marktdurchschnitt. Im Vergleich zum KfW-Gründungsmonitor erwirtschaften Fraunhofer-Ausgründungen häufig einen signifikanten Umsatz, akquirieren schneller und mehr externes Kapital für die weitere Geschäftsentwicklung. 97% der Ausgründungen sind auch drei Jahre nach Gründung noch am Markt tätig.

Fraunhofer-Ausgründungen erweisen sich als resilient

Für die vergleichsweise hohe Resilienz der Fraunhofer-Spin-offs in der Krise sind mehrere Faktoren verantwortlich: Durch die hohe Marktnähe der angewandten Forschung basiert die Geschäftsgrundlage der Ausgründungen regelmäßig auf einem bestehenden Kundenproblem. Aufgrund der intensiven Unterstützung durch Fraunhofer weisen die Spin-offs bereits bei Gründung eine hohe Reife auf und sind gut auf den Markteintritt vorbereitet. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds (FTTF) und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) stehen Fraunhofer-Ausgründungen außerdem bereits in den kapitalintensiven frühen Phasen der Entwicklung starke, verlässliche und technologieorientierte Finanzierungspartner zur Seite.

Bereits seit dem ersten Lockdown Anfang des vergangenen Jahres wurden alle Programme und Beratungsaktivitäten für Gründerinnen und Gründer vollständig virtualisiert, sodass die reibungslose, kontinuierliche Begleitung und Unterstützung auch dezentral sichergestellt werden konnte. »Mit unserem Team, unseren zentralen Unterstützungsprogrammen und dem Berater-Netzwerk von Fraunhofer können wir die steigenden Ausgründungsaktivitäten der Fraunhofer-Institute und ausgründenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler effizient unterstützen. Diese Strukturen und die wachsende Gründungskultur bei Fraunhofer sind das Fundament für das weitere Wachstum unserer Ausgründungen in den kommenden Jahren«, so Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture.