Hacking Engineering: Vier Herausforderungen für die Maschinenbauer der Zukunft

10.4.2019

Transformation ist, was wir daraus machen: Der Hacking Engineering Hackathon von VDMA Startup-Machine Fraunhofer Venture und innovativen Industriepartnern sucht deshalb Lösungsansätze für die zentralen Herausforderungen des Maschinenbaus: Ingenieure, Informatiker, Forscher, Designer, Startups und Unternehmer arbeiten ein Wochenende lang in Teams zusammen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen im Bereich Smart Manufacturing zu entwickeln – und du könntest dabei sein - wenn du eine dieser Herausforderungen annimmst:

Challenge 1: The Subnet-of-Things: Sensorik als „Nervensystem“ komplexer Antriebssysteme

Bauteile in komplexen Energie- und Antriebssystemen wie beispielsweise Großturbinen sind häufig extremen Belastungen ausgesetzt: Hitze, chemische Betriebsstoffe, Überdruck, ständige Bewegung oder Vibration schaffen ein hohes Ausfallrisiko für keine Teile – mit großer Wirkung. Ziel der Challenge ist deshalb die Entwicklung eines „elektronischen Nervensystems“ aus geeigneten Sensoren, Aktoren und der dazu passenden Übertragungstechnik, ein Subnet of Things (SoT), mit dem ungewünschte Betriebszustände präzise erkannt und gezielt gemanagt werden können. Wenn du in komplexen Systemen zuhause bist, den Blick fürs Detail und das große Ganze hast und Spaß am interdisziplinären Arbeiten an Zukunftsaufgaben hast, bewirb sich für diesen Challenge. Mehr Informationen findest du hier.

Challenge 2: Fernwartung von Maschinen durch die Firewall hindurch

Jeder Maschinenbauer kennt dieses Problem: Immer öfter wollen Kunden aus Angst vor digitalen Schädlingen keinen externen Zugang zu ihrem Fertigungsequipment gewähren. Die bisher genutzten Auswege, beispielsweise die vorübergehende Abkoppelung, sind wenig wirksam, extrem arbeitsintensiv und irritieren alle angebundenen Arbeitsprozesse. Das wollen wir ändern: Unsere Challenge für euch ist hier also:

Findet neue Möglichkeiten für eine Fernwartung im Rahmen der bestehenden Sicherheitsarchitektur, möglichst ohne Ausfälle und Medienbrüche und reduziert so die Kosten für Wartung und Ausfallzeiten. Und mehr Informationen dazu findet Ihr hier

Challenge 3: Intelligente Werkerassistenz für die Pumpen dieser Welt

Pumpen verbrauchen ca. 20 Prozent der Weltenergie – ungefähr die Hälfte davon könnte durch bessere Planung, optimierte Betriebsweisen und passgenaue Dimensionierung eingespart werden. Dafür müsste ein Werkerassistenzsystem so intelligent sein, dass es Produkte bis auf die genaue Baugröße und Varianz erkennen und entsprechende Wartungs- und Optimierungsvorschläge automatisch generieren kann – und ihr könnt den schlauen Assistenten entwickeln:

In diesem Challenge entwickelt ihr eine visuelle Lösung zur Erkennung von Komponenten in Anlagen von Pumpen und Armaturen, die eine optimale Fernwartung möglich macht.

Ihr seid hier richtig, wenn ihr Maschinenbauer, Designer, Programmierer oder Fachleute für Pumpen seid, wenn ihr experimentierfreudig und teamfähig tickt und mit erfolgreichen Innovationen den gigantischen Markt für Pumpsysteme aufmischen wollt.

Mehr zu diesem Challenge erfahrt Ihr hier

Challenge 4: „Kill the valve“: Predictive Maintenance für kritische Verschleißteile

Elastomere Bauteile sind betriebsnotwendige Bestanteile aller weich dichtenden Armaturen – und zugleich ihre Achilles-Ferse. Die klassischen Verschließteile werden derzeit nach festen Intervallen ausgetauscht, weil derzeit die Datenbasis fehlt, um individuelle Faktoren wie Druck, Klima oder Schalthäufigkeit festzustellen.

Das könnt Ihr ändern, wenn Ihr Maschinenbauer, Designer oder Ingenieure seid und euch neue digitale Möglichkeiten faszinieren – denn in diesem Challenge soll eine Sensorik entwickelt werden, die in den Gummi von Absperrklappen (Butterfly valves) integriert werden kann und zuverlässig Zustand und Wartungswahrscheinlichkeit misst.

Weitere Möglichkeiten wären die Anbindung an ein Cloud-System, um das Verhalten in tatsächlichen Einsatzumgebungen besser verstehen und weitere Vorteile entwickeln zu können. Mehr zu diesem Challenge erfahrt Ihr hier